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„Frauen sind unsportlich, faul und bequem“ (Lesermeinung)

Frauen, Diäten, Abnehmen, Ernährung in Verbindung mit Motivation, Disziplin und Vorgaben der Natur sind Themen, die Stammleserin Sandra in mehreren Gastartikeln behandelt hat. So stellte sie unter anderem folgende Thesen auf:

  • „Bei “Biggest Loser” hat nie eine Frau gewonnen, meist ist die ‚Kampfsau‘ nicht stark genug.“
  • „Frauen können sich nicht nur auf eine Sache konzentrieren. Abnehmen dauert deshalb.“
  • „Frauen haben große Probleme mit Low Carb. Deshalb ist Weight Watchers so weiblich…“
  • „Frauen brauchen auch beim Abnehmen ihre Sünden – so wie Männer ihre Autos.“
  • „Frauen haben immer Ausreden. Ausreden zum nicht abnehmen können.“
  • „Männer sind Prinzipientiere. Frauen haben beim Abnehmen keine Disziplin.“
  • „Frauen haben einen höheren Fettanteil – abnehmen ist für sie dadurch doppelt schwer!“

Soweit so spannend, was Abnehmen und Frauen betrifft. Nun habe ich auf einen der Artikel heute einen spannenden Kommentar von einem Leser – von einem Mann :) – bekommen. Den ich nicht nur einfach als Kommentar unter dem Beitrag stehen lassen will, sondern gern hier direkt posten und publik verbreiten will. Und vor allem bin ich auf die Meinungen dazu gespannt.

frauen und abnehmenDanke an Kommentator Holm dafür!
Nun zu seiner Meinung zu Frauen und Abnehmen:

„Mehr Fettgewebe: Diese Behauptung ist erwiesener Unsinn! Aber immer wieder eine gute Ausrede! Tatsache ist meiner Meinung nach nur folgendes:

  • Frauen sind eher unsportlich, faul und bequem, vor allem wenns auf die 30 zu geht ist der Weg zum Briefkasten sogar schon zu weit!
  • Frauen bewegen sich überhaupt eher ungern!
  • Sobald Frauen einen Partner haben, der auch noch „sicher“ scheint, ist früheres unwillkommenes Arbeiten für das Äußere nicht mehr nötig, ab da muss es Schminke tun!
  • uvm.

Und mal ehrlich, kennen wir nicht alle die viel zitierten Totschlagargumente wie „wenn er mich liebt ist es egal“ oder krass überzogen: „wenn er mich liebt, darf ich auch 300 Kilo wiegen“. Das der Partner aber genauso sagen könnte „wenn sie mich liebt tut sie was“ – DAS geht mal gar nicht.

Soll heissen – die Frauen heutzutage sind gut im nehmen und wollen immer mehr, aber ohne was zu geben… „


Abnehmen und andere Themen

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32 Kommentare zu "„Frauen sind unsportlich, faul und bequem“ (Lesermeinung)"

  1. Sandra sagt:

    Also, ich glaube, das trifft nicht auf alle Frauen gleichermaßen zu. Sicher, man wird „ruhiger“, wenn man einen Mann als DEN Mann erklärt hat. Aber sofort unsportlich und faul. Das halte ich für überzogen und die These trifft vielleicht auf jede 5 Frau zu. Was ansich schon ein echtes Zugeständnis ist. Nun und was die magische 30 betrifft: Der Stoffwechsel und der Fettabbau ändert sich mit 30 drastisch. Man nimmt mal nicht eben 5 Kilo ab – jedes Gramm ist ein echter Kampf. Aber MANN kann sich ja immer unter 30 orientieren, dann gibt es die Probleme nicht. ;o)

  2. Kay sagt:

    Der letzte Satz ist ironisch gemeint? Hoffe ich… ;)))

  3. Kati sagt:

    Und hier ist sie, die Ausnahme von der “ Regel“:

    Ich bin deutlich über dreissig. Seit mehr als einem Jahrzehnt fest liiert, lieeeeeebe inzwischen Sport (fast täglich) und habe 42 Kilo abgenommen.
    Allerdings mag ich kein Low Carb, sondern lieber Low Fat. Kommt meinen Bedürfnissen näher. Ach ja, Weightwantchers kenne ich nur vom Hörensagen.
    Und nu? Bin ich ein Mann ? Eine Ausnahme? Hiiiilfe!!!!

    LG

    Kati

    • Kay sagt:

      Hi Kati, finde ich klasse!!! Kann ich Dich dazu mal ein paar Sachen fragen? LG Kay

      • Kati sagt:

        Hi Kay,

        erstmal natürlich grosse Gratulation zu deiner Leistung (wie unhöflich, dass ich das noch nicht angemerkt hatte) Du kannst wirklich stolz auf dich sein.
        Auch deine Mühe mit dem Blog finde ich klasse.
        Dafür bin ich wirklich zu faul :-)

        Du kannst mich gern Alles fragen, solange es mir nicht zu intim ist, antworte ich gern.

        LG

        Kati

    • Holm Hansen sagt:

      Hallo Kati,

      ich gratuliere Dir zu deinem Erfolg, aber mal ganz ehrlich. Du bist eine Ausnahme!
      Du bist kein Mann und auch sonst nichts Ungewöhnliches.
      Du hast es schlicht geschafft, die Kurve zu kriegen. Es nun so hinzustellen als ob „Frau“ das eben so machen würde – ist mit Verlaub – schon fast naiv. Tatsachen sollte man schon ins Auge sehen (wollen).

      Wieso?
      Du liebst „inzwischen“ den Sport, was ja nichts anderes besagt, als das es andere Zeiten gab und somit meine vorherigen Aussagen zutrafen. Und wer es schafft, 42 Kilo (!!!) abzunehmen (Hut ab!) muss selbige – auch wenn man das nicht hören will – sich zuvor selbst angefressen haben. Also einen Lebenswandel geführt haben, der dieses Übergewicht erst ermöglicht hat.

      Dass du den Sport jetzt liebst hießt auch, dass du dich erst mal darauf eingelassen hast und es versucht hast – wozu die allermeisten Frauen schon mal nicht ansatzweise ernsthaft bereit sind. Im Nachhinein zu merken, das Sport kein Gift ist, das Leben enorm bereichert und alles einfach nur viel leichter macht – ist ja keine Schande. Aber diese Erfahrung muss eben jede(r) für sich selber machen – und meine Erfahrung ist: Frauen vermeiden dies auf Biegen und Brechen – wo es nur geht. Und Frauen die dennoch die Kurve kriegen – wie du – sind eben Ausnahmen ;-).

  4. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    ganz so einfach ist die Sache leider nicht, wie ich dir gern an meinem Beispiel verdeutlichen möchte:

    Ich habe zunächst aufgehört zu rauchen, was sicher schon ein paar Kilo gebracht hat.
    Dann hatte ich plötzlich einen Pflegefall hier, der mich quasi ans Haus gefesselt hat und mich emotional sehr mitenommen hat.

    Jeder Mensch merkt, wenn er mehr isst, als ihm gut tut, aber manchmal geht es einfach nicht anders.
    Frauen haben eben oft das Essen oder alternativ Hungern als selbstzerstörerisches Verhalten, Männer neigen da eher zum Saufen oder anderen Verhaltensweisen.
    Da ist Eins so schlecht, wie das Andere.

    Wenn man Säuft, kann man einen Entzug machen und die Finger vom Alkohol lassen, ein essgestörter Mensch, muss sich sein Leben lang disziplinieren.

    Ich konnte mich erst wieder um mich kümmern, nachdem sich meine Situation radikal geändert hatte, ich wieder aus dem Haus konnte und den Kopf wieder frei hatte.
    Glück gehabt, hätte auch anders laufen können.
    Ich konnte meinen Körper relativ zügig wieder sanieren, da ich ihn zum Glück auch nicht sooo lange misshandelt habe.

    Glaubst du, dass Menschen, die sich auf Magenbypassniveau bringen, undiszipliniert sind?

    Ich denke , dass man ab einem gewissen Punkt mit Disziplin nichts mehr erreicht.
    Da muss dann eine wirkliche Therapie folgen und auch anschlagen.
    Jeder Mensch hat seine individuellen Gründe, für sein selbstzerstörerisches Verhalten und muss diese finden und lösen, wenn er sein Leben ändern möchte.
    Ob es nun das Saufen, Fressen oder etwas Anderes ist.

    Ab einem gewissen Gewicht, liegt die Ursache nicht mehr nur in der Faulheit oder weil das Essen so lecker ist.

    So wie der Alkoholiker spätestens an seinen zitternden Händen merkt, dass etwas mit seiner Lebensführung nicht stimmt, merkt jeder Übergewichtige es, wenn er in der „Normalabteilung“ keine Klamotten mehr bekommt, er Angst vor den weissen Plastikstühlen auf der Caféterasse hat oder ihm die Knochen wehtun.
    Spätestens dann, sollte man meinen, ändert der gesunde Mensch sein Verhalten (Selbsterhaltungstrieb). Warum tun viele es nicht?

    Warum ertragen Menschen abschätzige Blicke und Bemerkungen (Fette darf man in unserer Gesellschaft nämlich ungehemmt beleidigen), körperliche Einschränkungen, soziale Ausgrenzung und finanzielle Einbussen? Sind die Doof? Faul? Wahrnemungsgestört?

    Wenn ich mich als moppelige Frau unwohl fühle und meine, dass ich zwanzig Kilo abnehmen müsste, um den Traummann zu finden, warum schaffe ich es nicht?
    Wenn das Alles so einfach wäre, gäbe es nur noch fitte, schlanke Menschen.

    Und wenn Männer das Alles soviel besser können, warum gibt es fette Männer und massenweise männliche Alkoholiker?

    LG

    Katrin

  5. Holm Hansen sagt:

    Hallo Kati,

    was soll ich sagen – so sehr wie mich dein Fall berührt, muss ich dennoch dagegen halten, dass beileibe(!) nicht alle Übergewichtigen echte Gründe haben, um sich in dem bedauernswerten Zustand zu befinden!

    Alkoholiker, ob Mann oder Frau – müssen sich erst Recht ihr komplettes Leben lang disziplinieren – und das nur um „trocken“ zu bleiben, sofern sie dies überhaupt je erreicht haben. Sie bleiben ein Leben lang Alkoholiker. Es gibt auch andere Gründe wie Diabetes, Depressionen, Schilddrüse usw. – dies sind Ausnahmen und diese Menschen sind mit meinen Aussagen auch nicht angesprochen. Ausgenommen die Übergewichtigen, die ihre Diabetes erst WEGEN ihres ungesunden Lebenswandels bekommen haben. Gefährdet sind sie zwar alle, wahrhaben will das aber keiner.

    Auch Raucher, die es geschafft haben aufzuhören – brauchen Disziplin, während und nachher. Und jene, die aufhören wollen, umso mehr… Dies betrifft alle Süchtigen, egal welcher Sucht sie verfallen sind.
    ABER: Bei denen hätte es NIEMALS so weit kommen MÜSSEN!

    Und dann bleiben noch jede Menge andere Menschen, die außer zu Jammern nichts erreichen. Die probieren z.B. zig Diäten, nehmen kurz mal was ab um dann ordentlich wieder drauf zu packen. Die Gründe habe ich lang und breit dargelegt. Die meisten Betroffenen wissen auch selber woran es liegt. An ihrer Faulheit. An ihnen selber. Die sind nicht krank!

    Umso mehr ist dir Respekt zu zollen, für all das, was du erreicht hast – trotz deiner Situation!
    Und doch, DU bist nun mal nicht(!) die Regel – sondern nun noch mehr eine Ausnahme, oder schließt du etwa von dir und deiner Situation auf alle anderen?

    Was ist mit den anderen Menschen, den gesunden? Denen geht es schlicht ZU GUT um sich ernsthaft mit was plagen zu „müssen“ was unbequem ist, Arbeit macht und auch noch Zeit kostet. Lieber wird gemeckert, gejammert, sich und alle anderen belogen – es ist eben auch da – das Bequemste…

  6. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    in meinem ersten Beitrag hatte ich bereits geschrieben, dass ich eher eine Ausnahme bin.
    Doch warum? Auf der einen Seite, weil ich oft eher männlich denke und handle (auch wenn ich lieber „Frauensport“ mache) und weil sich meine Ursachen erledigt haben.

    KAnn man den Frauen, um die es hier hauptsächlich geht, nicht einen Weg aufzeigen, wie es auch bei ihnen geht, anstatt zu sagen: Die sind eben faul und undiszipliniert?

    Das hundertste Pülverchen, kann nicht die Lösung sein.

    Die betroffenen Menschen einfach alleine lassen, auch nicht.

    Ich kenne sehr viele Männer, die die gleichen Verhaltensweisen zeigen, wie die hier angesprochenen Frauen. Sonst gäbe es eben keine dicken Männer.
    Auch bei Männern muss der Kick erstmal kommen. Sie haben es nur etwas leichter, weil ihr Denken anders strukturiert ist.
    Zudem bekommen Männer keine Kinder. Eine Schwangerschaft bringt einen Körper nochmal aus dem Gleichgewicht.
    Nicht umsonst bleiben viele Frauen nach dem ersten Kind dick. Bestimmt nicht nur, weil sie glauben den „Trottel“ jetzt sicher zu haben.

    Bei den heutigen Scheidungszahlen und dem derzeitigen Unterhaltsrecht wäre das auch eine fatale Illusion.

    Was kann man also tun?
    Sudda sudda, (guckst du hier:http://suddas.blogspot.com/2011/05/gymnastik-fur-dicke-was-meint-ihr.html) hat da schon den einen oder anderen guten Ansatz.

    Ich habe mir mal einen Kurs für „Mollige“ angeschaut. In dem Kurs waren fast nur schlanke Frauen und eine übergewichtige Person hätte da niemals mithalten können.

    So geht es nicht.

    Ich glaube nicht, dass viele noch nicht genug Leidensdruck haben.,
    was ist mit den vielen stark Übergewichtigen, die sich nichtmal mehr die Schuhe zubinden können? Kein Leidensdruck?
    Übgewicht bringt sehr schnell einen schleichenden Leidensdruck. Sowohl sozial, als auch körperlich.
    Angefangen, von der Lieblingsjeans, die nicht mehr passt, bis hin zu massiven Schmerzen.
    Ich kenne keinen übergewichtigen Menschen, der mir glaubwürdig versichern kann, dass er mit seinem Körper zufrieden ist.
    Doch was passiert?
    Mit jeder Diät, wird der übergewichtige Dicker. Das kann nicht der Weg sein.
    Die Diät- und Fitnessindustrie verdient sich dumm und dämlich und der Dicke, wird immer Dicker.

    Genauso wie es immer Alkoholiker o.ä. Süchtige geben wird, wird es auch immer dicke Menschen geben.
    Einen Teil der Menschen wird man nie erreichen können. Aber einfach sagen: Die , die es nicht schaffen, sind faul und undiszipliniert ist zu simpel.

    LG

    Kati

    P.S.:Übrigens kann auch der Ex-Raucher seinen Suchtstoff meiden ( in unserem Haushalt gibt es keine Zigaretten) ein essgestörter Mensch, kann dies nicht.
    Er muss immer essen und sich jeden Tag aufs neue Disziplinieren. Vieles geht in Fleisch und Blut über, aber ein Rest „Sucht“ bleibt.
    Zudem gibt es bei allen anderen Süchten, keinen Jojo-Effekt.

    I

    • Holm Hansen sagt:

      Hallo Kati,

      denn gleich mal los…
      Zitat:
      „Kann man den Frauen, um die es hier hauptsächlich geht, nicht einen Weg aufzeigen, wie es auch bei ihnen geht, anstatt zu sagen: Die sind eben faul und undiszipliniert?“

      Mal ganz ehrlich, wie viele aufgezeigte „Wege“ werden denn noch gebraucht? Es gibt günstige Bücher, die man kostenlos (geht’s noch billiger?) in Bibliotheken ausleihen kann, das Internet ist voll von Informationen. Selbst Fachärzte beraten. Nein. Die Wege sind aufgezeigt, auf mannigfaltige Art – aber eben – und das bleibt der Kern der Sache – unbequem! Die Menschen (sind ja nicht nur Frauen) erwarten doch nicht etwa wirklich, dass jemand kommt, sie an die Hand nimmt und sagt „komm her, ich mach dich jetzt schlank“?
      Alles hat seinen Preis! Wer sich nicht bemüht, um seinen „Weg“ zu finden, kann das auf niemand anderen schieben, als auf sich selber. Wer schon nicht schafft, sich mal zu informieren…
      Wer bereits zu tief drin ist, um alleine rauszukommen – muss sich eben professionelle Hilfe suchen und diese dann auch annehmen!

      Kati, ob man es wahrhaben will oder nicht – die Wege um sich gesund zu ernähren und Sport zu treiben (auch was WAS, WO, WIE, WIE OFT) sind hinlänglich bekannt, WAS soll man denn noch machen um den Leuten die Ausreden zu nehmen? Das ist doch absurd.

      Zitat:
      „Das hundertste Pülverchen, kann nicht die Lösung sein.
      Die betroffenen Menschen einfach alleine lassen, auch nicht.“
      Wer soll sich um die Leute kümmern? Gibt es denn nicht hunderte Fachliteratur, Fachärzte, Beratungsstellen und nicht zu vergessen hundertausende von Webseiten und viele viele viele Blogs und Foren von Gleichgesinnten. Die Leute „alleine“ lassen? Wer nicht alleine sein mag, kann sich ohne weiteres Beistand und Unterstützung holen, ja sogar hier in diesem Blog! Alleine gelassen sind doch nur die Menschen, die dies absichtlich zu(ge)lassen (haben). Wer in Deutschland kann denn ernsthaft sagen, er/sie hätte KEINE Möglichkeit irgendeine Informationsquelle anzuzapfen oder keine Chance eine Beratungsstelle aufzusuchen?

      Das sind nach wie vor alles nur faule Ausreden!

      Zitat:
      „Ich kenne sehr viele Männer, die die gleichen Verhaltensweisen zeigen, wie die hier angesprochenen Frauen. Sonst gäbe es eben keine dicken Männer.
      Auch bei Männern muss der Kick erstmal kommen. Sie haben es nur etwas leichter, weil ihr Denken anders strukturiert ist.
      Zudem bekommen Männer keine Kinder. Eine Schwangerschaft bringt einen Körper nochmal aus dem Gleichgewicht.
      Nicht umsonst bleiben viele Frauen nach dem ersten Kind dick. Bestimmt nicht nur, weil sie glauben den “Trottel” jetzt sicher zu haben. lassen, auch nicht.“

      Dies ist gleich mindestens doppelt falsch.
      Sicherlich gibt’s auch die dicken Männer – sogar reichlich, aber die beschweren sich kaum darüber, das ANDERE Schuld an ihrem Dilemma seien! Die sehen eher ein was die wahren Gründe sind.
      Die Männer sollen es leichter haben, weil ihr denken anders strukturiert ist? Das ist doch Schwachsinn! Unbewiesen noch dazu!
      Mit Verlaub, sind es nicht immer wieder die Frauen – die behaupten so quasi alles besser zu können (Denken, Multitasking, Schmerzempfinden, Willenskraft, Gedächtnis usw.)?
      Zumindest kann ich mir ein Schmunzeln kaum noch verkneifen, wenn mal wieder ein neu festgestellter „Fakt“ (er)gefunden wird, der den Frauen besseres attestiert, als es angeblich je ein Mann zu leisten vermag. Toll!
      Ja WAS denn nun? Trifft das denn nur dann zu, wenn es gerade angenehmerweise passend ist, aber sonst nicht? Oder wie?

      Und die dick gewordene Frau nach dem Kind. Auch so ne Sache.
      1. Das manche Frau etwas (wohl gemerkt!) zulegt, weil sie schwanger ist – geht völlig in Ordnung, aber manche – und das kann mir NIEMAND glaubhaft erklären – packen 25 Kilo und mehr drauf und schieben das dann auf die Schwangerschaft? Hallo? Wie bitte? Welches Kind braucht so viel essen? Bei der Geburt wiegt es vielleicht 3-4 Kilo, als was soll dann 25 Kilo Übergewicht? Nur um man den Sachverhalt zu verdeutlichen: 10 Kilo zuviel (was ja manche quasi abtun, als wär das nichts) sind immerhin 40(!) Stück Butter! Ja genau, DAS sind die „läppischen“ 10 „Kilochen“ reinstes Fett. Wer sich darunter nichts vorzustellen vermag, packt doch mal 40 Stück Butter in einen Einkaufswagen. Und jetzt rechnen wir mal 25 Kilo um – das sind 100! Nein, die meisten Frauen werden in der Schwangerschaft dick, weil sie ab dem Moment wo sie wissen, sie sind schwanger – alles, aber auch wirklich alles(!) was irgendwie auch nur mit einer Anstrengung zu tun haben könnte – meiden wie die Pest! Denn das arme Kind könnte ja Schaden nehmen. Und verhungern könnte es, wenn nicht gefuttert wird, als wolle man Achtlinge durchbringen… Bewegung wird eingestellt. Obwohl Ärzte schon lange genau das Gegenteil predigen (was aber wieder unbequem ist), bewiesen und weltweit anerkannt ist: Sport schadet der Schwangeren im Allgemeinen nicht, ganz im Gegenteil!
      Dies kann ich nicht gelten lassen. Schwanger wurden die Frauen schon immer (welche Erkenntnis!) aber erst heutzutage nimmt das Übergewicht in den reicheren Ländern dermaßen Überhand.

      Zu suddas Abnehmblock:
      Tolle Sache, aber auch da gilt das Gleiche: Disziplin und durchziehen! Wer nichts macht, wird auch keinen Erfolg haben!
      Kurse für Mollige? Klasse Idee! 100%ig! Aber wenn die nicht hingehen, weil ein paar schlanke dabei sind, ist dann der Kurs Schuld? Hat man die dann alleine gelassen? Wer macht es sich denn hier tatsächlich leicht?…

      Zitat:
      “ was ist mit den vielen stark Übergewichtigen, die sich nicht mal mehr die Schuhe zubinden können? Kein Leidensdruck?“
      Ja, deren Situation ist schlimm und logischerweise haben die einen riesigen Leidensdruck. Aber bitte, mussten die es erst soweit kommen lassen? Sind daran alle anderen – und vor allem die schlanken Menschen Schuld? Wenn die Krank sind, warum haben sie sich dann nicht helfen lassen? Wenn sie nicht krank sind, warum haben sie es soweit kommen lassen? Sind das etwa unberechtigte Fragen? Muss sich irgendjemand die Schuld dafür in die Schuhe schieben lassen, dass Menschen katastrophal maßlos sind?
      WARUM zum Geier – wenn sie schon merken, dass sie schmerzen bekommen, es ihnen nicht gut geht – machen sie selber nichts dagegen? So Leicht kann man es sich nämlich auch machen…

      Zitat:
      „Mit jeder Diät, wird der übergewichtige Dicker. Das kann nicht der Weg sein.“

      Auch wieder falsch, denn dies würde implizieren das JEDE Diät fehl schlägt und das meinst du sicherlich nicht. Im Gegenteil, es gelingen recht viele Diäten. Wenn, ja WENN sie konsequent durchgezogen werden und ausgewogen und gesund sind. Und – jetzt kommt der schon wieder damit – von ausreichend Sport begleitet wurden. Da(!) liegt der Hase im Pfeffer! Aber es ist und bleibt eben unbequem…

      Zitat:
      „Die Diät- und Fitnessindustrie verdient sich dumm und dämlich und der Dicke, wird immer Dicker.“

      Damit hast du leider sowas von Recht!
      Aber ist es wirklich alleine die Schuld der Industrie, das Werbeversprechen nach „Light“ und „Fit for fun“ den Traum fürs schlank sein Versprechen, aber nicht halten können?
      Es ist und bleibt unser aller Bequemlichkeit die denen erst diese Verdienstmöglichkeit einräumen. Das tut weh, die Wahrheit ist es trotzdem.

      Zitat:
      “ Übrigens kann auch der Ex-Raucher seinen Suchtstoff meiden ( in unserem Haushalt gibt es keine Zigaretten) ein essgestörter Mensch, kann dies nicht.“
      Auch das ist falsch. Man kann – wenn man nur will – sich Hilfe holen. Eine Essstörung ist keine Erkrankung, die man sich über Nacht – wie einen Schnupfen – mal eben holen kann. Ganz im Gegenteil, die entwickelt sich. Da ist lange vorher einiges schief gelaufen. Und auch dann, wenn es schon zu spät scheint, kann man sich noch Hilfe suchen. Alles was man – wenn man es wirklich ernst meint – dafür tun muss, ist seinen Stolz zu überwinden, seinen Arsch zu bewegen und die Hilfe zu suchen und dann auch anzunehmen. Und dann braucht es wieder: DISZIPLIN!
      Wer dann immer noch behauptet: ICH KANN JA NICHT! Der will nicht! Den soll man dann auch lassen!

      Zitat:
      „Zudem gibt es bei allen anderen Süchten, keinen Jojo-Effekt.“
      Also bitte, es sind doch nicht alle dicken „süchtige“, ganz im Gegenteil. Das es Süchtige schwerer haben als andere, stellt doch hier niemand in Frage!
      Aber es gibt in Deutschland wirklich jede Menge professionelle Hilfe und sogar viele Internetforen, wo sich Gleichgesinnte treffen könnten – wenn sie denn wollten – solche Ausreden kann ich für gesunde Menschen einfach nicht gelten lassen!

      Bissle viel Text jetzt, aber das war nötig.

      LG Holm

  7. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    wogegen ich mich doch wehren muss, ist die einteilung in Gut undb Böse.
    Fit und ditzipliniert (Mann) gegen fett, faul und gefrässig (Frau)

    Natürlich gibt es viele Angebote und sicher auch viele Menschen, die diese nicht nutzen. genauso wie es viele Menschen gibt, die anderes selbstzerstörendes Verhalten nicht abstellen.
    Das ist aber nicht geschlechtsspezifisch.

    Es gibt genauso viele unbdisziplinierte und faule Männer, wie Frauen. Es zeigt sich eben nur anders.

    Zudem haben Männer es tatsächlich leichter, wenn es ums Abnhmen geht.
    Zitat:
    Die Männer sollen es leichter haben, weil ihr denken anders strukturiert ist? Das ist doch Schwachsinn! Unbewiesen noch dazu!
    Mit Verlaub, sind es nicht immer wieder die Frauen – die behaupten so quasi alles besser zu können (Denken, Multitasking, Schmerzempfinden, Willenskraft, Gedächtnis usw.)?
    Zumindest kann ich mir ein Schmunzeln kaum noch verkneifen, wenn mal wieder ein neu festgestellter “Fakt” (er)gefunden wird, der den Frauen besseres attestiert, als es angeblich je ein Mann zu leisten vermag. Toll!
    Ja WAS denn nun? Trifft das denn nur dann zu, wenn es gerade angenehmerweise passend ist, aber sonst nicht? Oder wie?
    Zitatende
    Unbewiesener Schwachsinn?

    Nein, seit langem bewiesene Fakten:
    http://www.medizinauskunft.de/artikel/aktuell/2009/23_11_denken_geschlechtsunterschied.php

    Zudem haben Männer prozentual mehr Muskeln, welche beim Verbrennen von Kalorien helfen.
    Ein anderes Bindegewebe, welches nicht so schnell diese bösen Cellulitedellen wirft.
    Aber auch daran sind Frauen ja irgendwie selber Schuld.

    Eine Schwangerschaft bedeutet nicht, dass man wie ein Kanguruh mal eben ein Kind mit sich herunträgt, sondern der Körper verändert sich komplett. Es Bildet sich mehr Blut, es wird Wasser eingelagert, die Gebärmutter wächst, es kommt zu (hormonell bedingten) Gelüsten, man schleppt eine Plazenta rum, das alles ist nicht mit 3-4 Kilo getan.
    Zudem lockert sich das Gewebe und der Bauch leiert aus.
    Das Alles ist nicht fünf Minuten nach der Geburt erledigt.
    Eine Schwangerschaft bringt im Schnitt 14 Kilo mehr Gewicht.
    Ein grosser Teil davon ist mit der Geburt erledigt, aber es bleibt noch einiges an Gewicht und vor allem an köperlicher Veränderung erhalten.
    Bei einigen Frauen, bleibt auch trotz Sport und gesundern Ernährung ein schlaffer Bauch, weichere Schenkel und auch die Brüste können leiden.

    Männern kann sowas nicht passieren.

    Es gibt sowohl Männer, als auch Frauen, die mehr Essen als ihnen gut tut.
    Die, die aufgrund von Medikamenten oder Erkrankungen dick werden, will ich hier mal ausklammern, denn da nützen Ernährungsumstellung und Sport nur bedigt.

    Männer haben biologisch gesehen einige Vorteile, wenn es ums Abnehmen geht, Frauen einige Nachteile.
    Dadurch ist Niemend, besser oder schlechter.
    Ich wehre mich lediglich gegen die Aussage, dass Frauen fauler und undisziplinierter sind, als Männer.
    Sind se nicht.
    Eben nur anders.
    Dafür haben Männer andere Suchtpotenziele, die sie reichlich ausleben. Diese tragen sie aber nicht so deutlich sichtbar mit sich herum, wie Übergewicht. Bis man einem Säufer oder Spieler seine Probleme ansieht, dauert. Zuviele Kilos sieht man schnell und Jeder glaubt sich ein Urteil erlauben zu dürfen.

    Man bekommt nicht alle Leute zu fassen, die zuviel trinken oder andere ungesunde, selbstzerstörerische Verhaltensweisen zeigen und genauso wird man nicht alle Dicken schlank bekommen.
    Oder man gesteht sich ein, dass die Angebote eben nicht für jeden das Richtige bieten.
    Und die gängigen Diäten machen dick, da sie nicht auf eine dauerhafte Lebensweise ausgelegt sind.
    Entweder man findet einen gangbaren Weg, den man sein Leben lang einhalten kann oder man lässt es lieber, weil sonst das Jojo zuschlägt.

    Auch das gilt für beide Geschlechter.

    Ich empfinde weder Männer noch Frauen als die besseren Menschen. Man sollte allerdings die Unterschiede anerkennen und berücksichtigen.

    Ich nehme ja auch oft auf Männer Rücksicht :-)

    LG

    Katrin

  8. Holm Hansen sagt:

    Hallo Kati,

    soweit kann ich dir nun größtenteils zustimmen, nur noch so viel:
    – ich habe ganz klar NICHT unterteilt in Mann = gut und Frau = böse, sondern explizit von „Menschen“ gesprochen, wer auch immer sich da (ausschließlich) angesprochen fühlen (will)
    – beide Seiten sind Maßlos und es gibt vielleicht sogar mehr dicke Männer als Frauen. Dies ändert aber an den Tatsachen nichts.
    – Schwangerschaft und 14 Kilo im Schnitt bei Frauen? Da lachen sich Länder wie Frankreich schier tot drüber, das ist Unsinn! Klar ändert sich was im Körper, aber bitte – 14 Kilo (der Schnitt, auweia…also bitte???) *rofl*
    http://www.amazon.de/Warum-franz%C3%B6sische-Frauen-nicht-werden/dp/3827005655
    Gesunde Selbstreflektion ist echt was anderes…
    Übrigens – meine Schwester hat 4 Kinder, ist deutlich über 30, noch den gleichen Mann; hat das hier gelesen und schüttelt auch nur den Kopf. Aber: die Ausreden scheinen immer besser zu werden.
    Laut ihrer Aussage ist es auch „Typbedingt“. D.h. die eine oder andere hat Interesse an Bewegung und bekommt sich nachher auch wieder in den Griff, die andere macht eben weiter wie bisher und schleppt die Pfunde ab da eben für immer mit sich rum. Sie ist übrigens Sportbegeistert, viel länger als ich, und wiegt bei 167 cm keine 53 Kilo. Magersüchtig? Hungerhacken? Neid kann ich da nur sagen…
    Und auch nach keiner einzigen Schwangerschaft waren es mehr als 7 Kilo. Allerdings hat sie – und daran unterscheiden sich die allermeisten – nie mit dem Sport aufgehört, auch als sie schwanger war. Sie hat nie geraucht, ihre Kinder sind absolute Wonneproppen und strotzen nur so vor Gesundheit und Lebenskraft! Komischerweise – wenn die Eltern es vorleben – nehmen es die Kinder (sehr!) gerne mit und entwickeln sich entsprechend. Denen muss man einfach nicht erklären wie toll der Sport ist. Die würden „Meutern“ wenn sie keinen Sport mehr machen dürften!
    ABER: Natürlich man kann das wohl kaum(!) verallgemeinern, denn sie ist ganz sicher (für mich) NICHT das Vergleichskriterium. Aber sie zeigt, dass es auch anders geht – wenn man nur will…
    Nein, du hast eines angesprochen – die Gelüste – und nicht angesprochen – die fehlende Kraft auch mal NEIN zu sagen, die sind Grund dafür – warum so viele Frauen derart zulegen.
    Erziehung und das, was wir vorgelebt bekommen – ist durchaus auch ein Grund dafür. Warum wir unfähig sind, zu tun was nötig ist. Obwohl wir es besser wissen…
    Frauen und Männer, die sich wirklich bemühen und es nachher auch geschafft haben – sind immer wieder der Beweis dafür!
    – Disziplin
    – Sport
    – maßvolle gesunde Ernährung
    Daran ist nichts, aber auch gar nichts Geheimnisvolles.

    LG Holm

  9. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    da ich keine Kinder habe, kann ich mich nur auf statistische Werte und Forschung verlassen.
    Da ist die Rede von 14 Kilo im Schnitt.
    Aber wie ich schrieb, vieles davon geht in der Rückbildung auch von alleine wieder weg, viele Körper sind aber hinterher anders..

    Wobei ich dir absolut zustimme ist das Vorbild der Eltern.
    Viele Kinder kennen keine selbstgekochten geregelten Mahlzeiten.
    Essen an einem Tisch mit der ganzen Familie. Gemeinsame Unternehmungen, Sport, Gartenarbeit, etc. Die Folgen sieht man deutlich.
    Ich hatte auch ein schlechtes „Vorbild“ und musste meinen Weg selber entdecken. Das ist um einiges schwerer, insbesondere, wenn die schlechten Angewohnheiten, als Kind schon angelegt werden.

    Es ist nie zu spät seinen Lebensstil zu ändern, man muss seinen dauerhaft lebbaren Weg finden.

    Das fällt nicht nur Frauen über dreissig schwer.

    LG

    Katrin

  10. elkefis sagt:

    Also ich bin leider nach der Geburt meiner Kinder auch etwas dicker geblieben. Aber das lag wohl vor allem daran, dass ich leider niemanden hatte, der mir die Kinder abnimmt, damit ich zum Sport gehen kann. Als junge Frau habe ich viel Sport getrieben. Dazu kommt noch Schlafmangel, Stress und Job. Ich würde mal sagen, dass war jahrelange chronische Überlast. Dann in der sehr sehr seltenen Freizeit den inneren Schweinehund zu überwinden ist nicht so leicht. Und bei mir waren Süßigkeiten ganz kar auch „Nervennahrung“! Und so geht es sicher vielen Müttern. Jetzt, da meine Kids auch mal alleine bleiben, bzw ich einen Partner habe, der mich zuhause unterstützt, mache ich auch wieder oft Sport und siehe da ich habe schon fast mein Gewicht von vor den Schwangerschaften erreicht. Mein Favorit -> abends joggen!

  11. Aya sagt:

    Ja… und alle Männer sind grob und unhöflich, alle Gamer stinken.. es gibt eine menge Schubladen und offenbar denken immer noch eine menge Menschen nicht darüber hinaus. Es ist alles, nur nicht schön diese Sätze zu lesen.

    Meine Kollegin ist 43 und geht noch zweimal die Woche zum Joggen, meine Tante 50 und kriegt Anfälle wenn sie auch nur ein kcal mehr intus hat als erlaubt sei.

    Ja die Jugend macht mehr Sport, sie achtet mehr auf ihren Körper, denn bis dato mussten sie beispielsweise noch keine Kinder in die Welt setzen und ihr Leben für die nächsten opfern. Irgendwann haben Frauen auch das Recht sich zu erholen und sei es eben durch das weglassen von übermäßiger sportlicher Betätigung. Wieder andere blühen dann erst auf, verlieren über 60 Kilo und beginnen ein neues Leben.

    Der Depp der solche Theorien aufgestellt hat soll ich mal schlicht eine Frage stellen: Wie kann ein Mensch, der nicht einen Tag als Frau gelebt hat, Frauen einen Wert zuweisen?

    Liebe Grüße
    Aya

    • Holm Hansen sagt:

      Hallo Aya,

      leider lese ich deine Zeilen erst heute und sehe mich mal wieder bestätigt. Ein Mann muss also als Frau gelebt haben um eine Lebenssituation für Frauen bewerten zu können? Wieviele Frauen haben denn schon mal als Mann gelebt – und tun nichts lieber als Männer zu bewerten… Ist das Emanzipation oder schlicht Ignoranz und Überheblichkeit?

      Für deine Kollegin freue ich mich, denn die zieht sich nicht hinter abgedroschenen Ausreden zurück „musste ja keine Kinder in die Welt setzen“ … musste? wie bitte? Meine Schwester hat drei Kinder! Nun ja, Ausreden – stellte ich bereits fest.

      Und weiter: „Irgendwann haben Frauen auch das Recht sich zu erholen und sei es eben durch das weglassen von übermäßiger sportlicher Betätigung.“
      Dem ersten Teil stimme ich insofern zu, das jeder Mensch das Recht hat sich auszuruhen – nicht nur Frauen. Aber der Rest hat soben ein riesen Gelächter im Stuidio ausgelöst. Ich schätze du weist warum „…und sei es eben durch das weglassen von übermäßiger sportlicher Betätigung.“ – weglassen? übermäßige sportliche Betätigung?

      Hier zeigt sich, Sinn für Realität ist nicht allen Menschen gegeben. Sei es drum, ich kann dir nur raten dich NOCH weniger zu bewegen und darauf zu bestehen dich NOCH MEHR auszuruhen.

  12. Luca sagt:

    Ich muss gerade echt den Kopf schütteln, über diesen Beitrag. Hinter welchem unemanzipierten Berg ist der Verfasser dieser Texte denn bitte gekrochen?
    Frauen sind undiszipliniert, faul und bequem und Männer ganz anders?
    Meiner Meinung und Erfahrung nach geht es da Männern und Frauen gleichermaßen. Wie viele Männer mit Bierbauch gibt es, wie viele Frauen mit Speck? Ich glaube da tun sich beide nicht viel.
    Ich kenne ähnlich viele Männer, wie Frauen mit Übergewicht.
    Natürlich hat nicht jeder psychische Ursachen für Übergewicht, aber doch viele. Ich selbst habe von Magersucht bis zum starkem Übergewicht alles am eigenen Körper erlebt. Ich kenne zig andere Menschen mit Essstörungen, aber auch einfach nur mit Übergewicht, die wenigsten von ihnen würde ich als undisziplinierten Menschen bezeichnen, zumeist sind sie sehr ehrgeizig und auch in vielen anderen Bereichen recht erfolgreich. Ich glaube gerade deswegen stehen sie sich beim Abnehmen oft selbst im Weg.
    Und ganz ehrlich? Wie viele Mädels quälen sich ihr Leben lang für eine gute Figur? Ich kenne viele!

    Auch glaube ich nicht, dass Low Carb Frauen schwerer fällt, warscheinlich ist es aber bei Männern populärer, weil diese oft mehr Kraftsport betreiben und daher mehr auf eiweißreiche Ernährung achten.
    Ich für meinen Teil liebe eine Low Carb Ernährung, auch wenn ich mehr in Richtung neue Atkinsdiät gehe.

    Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber wenn ich diese pauschalisierungen lese, könnte ich kotzen!

  13. Holm Hansen sagt:

    Ist halt schwer mit den Tatsachen zurecht zu kommen.

    Wer die Augen aufmacht und die „emanzipierte rosarote verträumte Brille“ mal abnimmt – sieht eben was tatsächlich abgeht.
    Dazu muss man nicht in einem Sportstudio arbeiten um dies sehen zu können, sofern man denn nur will.

    Im weiteren war an keiner Stelle gesagt „Männer seien ganz anders“, dies ist vielmehr eine veralgemeinerung deinerseits – also auch nichts als „Schubladendenken“. Und du findest Pauschalisierungen „zum kotzen“?

    Aber hey – vielleicht schreibt dir ja jetzt zustimmend die eine oder andere Frau, klopft dir auf die Schulter und dankt dir vielmals und du hast deine soziale Stunde gehabt, die dich vielleicht glücklich macht? Oder du kriechst einfach wieder in deine Höhle zurück und bastelst an den neuen Emanzipationstransparenten…

  14. Sandra sagt:

    Hi Luca, ich sage mal: ich war die Emanze. Aber ich stehe dazu. Ja, es sind Verallgemeinerungen und Beispiele wie Kati bzw. Du zeigen, dass es nicht immer stimmt. Dennoch tun sich Frauen mit Durchhalten sehr schwer – hier ein Stück Schokolade, dort eine Nussecke. Bis tatsächlich der Effekt einsetzt, dass man Essen in Sporteinheiten umrechnet oder aber ein Gefühl dafür bekommt, was und wieviel man tatsächlich isst, das dauert oftmals Jahre. Ein Beispiel: Geh in ein Freizeitbad – eins mit Rutschen und Whirlpool. Hier tummeln sich Familien. Und dann geh dort in den Imbiss. Was meinst du, was es dort gibt? Richtig! Eis, Heiße Schokolade mit Sahne, Pommes, Currywurst, Burger. Und dann schau dir das Publikum an. Dort stehen Mütter mit ihren Kindern und schlemmen. Das was sie dort essen, kriegen sie nicht mal nach 5 Stunden Badespaß wieder abtrainiert. Würde gesundes Essen angeboten werden, würde das kaum einer essen. Gleiches kannst du in Indoor-Spielplätzen, Familienparks oder Veranstaltungen durchprobieren. Zähl durch wie hoch der Frauenanteil ist und wirst sehen, dass ich Recht habe. Und eine Frage zum Schluss: Was glaubst du warum der Anteil weiblicher Läufer beim Halb- bzw. (Voll-)marathon immer noch gering ist? ;o)

  15. Kati sagt:

    ich sehe im Fitnesstudio massenweise Frauen aller Alters- und Gewichtsklassen, die dort konsequent trainieren.
    Vielleicht ist das Fitnesstudio, in dem du arbeitest, lieber Holm, einfach so eine veraltete Muckibude, in der sich Frauen nicht wohlfühlen?
    Natürlich gibt es auch in „meinem“ Studio den Ansturm im Januar, der im Februar wieder abebbt, aber das betrifft Männer genauso wie Frauen.
    Sowohl bei den Konsequenten, wie auch bei den Abbrechern sind es ungefähr gleich viel Männer, wie Frauen.
    Wie kommt das?
    Wo sind die ganzen konsequenten Männer, warum sehe ich immer wieder die gleichen Frauen?
    Auch wieder so eine Ausnahme oder einfach ein Fitnesstudio, in dem auch Frauen sich wohlfühlen und sich vom Angebot angesprochen fühlen?
    Ach ja und in der Mittagspause sind es natürlich die Frauen, die in der Kantine Currywurst-Pommes bestellen und die Männer, die am Salat knabbern *lol*

    LG

    Kati

    • Holm Hansen sagt:

      Liebe Kati,

      vielleicht ist ja dein Studio auch eine Ausnahme, denn – ehrlich gesagt besuche ich drei Studios in drei Städten – und sehe in keinem davon „jede Menge Frauen die konsequent trainieren“. Es gibt einige, klar, aber „jede Menge“ und „konsequent“ – auf (gar) keinen Fall!

      Geschäftlich besuche ich auch immer mal wieder Ausrichter und andere Studiobetreiber und deren Tenor passt ganz genau zu meinen Erfahrungen. Ganz allgemein sagen die meisten, das die Frauen – die dann endlich kommen, eigentlich schon hätten vor Jahren kommen sollen und jetzt erwarten, das sie mit wenig bis keinem Aufwand gaaaaaaaaaaaanz extremst schnelle Erfolge haben. Es wird obskur argumentiert: „wenn ich trainiere, werde ich ja noch schwerer weil Muskeln schwerer sind als Fett“.
      Darüber kann man eigentlich nur den Kopf schütteln, aber die glauben das wirklich! Und wehe(!) jemand sagt das die komplett falsch liegen.

      Wie auch immer, vielleicht kann auch nicht sein, was nicht sein darf?

      Vielleicht siehst du nur Frauen bei dir im Studio, weil du nur sie sehen willst? Oder weil du dann gehst, wenn die Nachmittagskurse der Damen laufen? Wenn du mir jetzt erzählen willst, in Studios sind nur Frauen ernsthaft am trainieren – dann muss ich schon mehr als nur schmunzeln…

      Tatsächlich höre/lese und erlebe ich immer wieder Argumente, die nur einen Zweck haben: die Tatsachen zu verklären und um 180° zu verdrehen. Jedoch – tut mir leid – ich bleibe bei meiner Kernaussage: Frauen werden fast immer lieber das tausendste Pülverchen probieren, anstatt sich für den Erfolg zu schinden. Von den wenigen Frauen, die zumindest in ein Studio gehen um (endlich) „mal was“ zu machen, tut die Hälfte nicht mehr als zu schwatzen und und sich grad soviel zu bewegen, wie es ein leichter Spaziergang hergeben würde.

      Von zehn Frauen sehe ich keine einzige schwitzen! Von zwanzig Frauen wechseln lieber 3 bis 4 in ein anderes Studio, wo „mit weniger Arbeit mehr Fett“ verbrannt werden kann.
      Absurd oder? Aber DAS ist meine Geschäftserfahrung.

      Wenn Du also ein anderes Studio gefunden hast, wo es anders als sonst wo ist – gratuliere. Bleib da und geniesse die Zeit. Ehrlich gesagt glaube ich dir aber nicht so ganz…

  16. Kati sagt:

    Lieber Holm,

    da wären wir mal wieder :-D

    Aaalso das Studio, welches ich nutze, würde ich als „normal“ bezeichnen.
    Es gibt einen Gerätebereich, einen Ausdauerbereich und natürlich Kursräume.
    Die meisten Kurse werden überwiegend von Frauen genutzt, die grossen glänzenden Geräte, eher von Männern. Das liegt wohl in der Natur der Sache.
    Der Ausdauerbereich wird von beiden Geschlechtern gleichermassen genutzt.

    Auch ich bevorzuge Kurse verschiedenster Art, weil mir „Geräteturnen“ alleine zu langweilig ist.
    Ich kenne aber auch viele Frauen, die Kurse furchtbar doof finden und lieber alleine an Geräten trainieren.
    Jeder, wie er mag.

    Ich kann keinen qualitativen Unterschied zwischen regelmässigen Kursbesuchen oder Geräteturnen erkennen.

    Das Ergebnis sollte immer das gleiche sein, langfristig nimmt man ab, wird fit und hübsch.

    Ich schmeiss mich allerdings auch weg, wenn ich nach zwei Wochen Sport höre, dass der Gewichtsstillstand oder gar eine Zunahmen auf jeden Fall am Muskelaufbau (und nicht am,“ ich gönn mir was“ nach dem Sport liegt.)
    Wenn man sich mal überlegt, dass ein Liter Fett ein Kilo wiegt und ein Liter Muskeln ca. 1,3 Kilo (wenn ich mich recht erinnere) was muss dann in den zwei Wochen in dem Körper passiert sein?

    Und was mach ich falsch, dass es bei mir so lange dauert, bis aus Schwabbelmasse straffes Gewebe wird?
    Brauche ich Anabolika? Bin ich einfach zu dumm?

    In dem Studio, das ich frequentiere, gibt es Männer und Frauen aller Gewichts- und Altersklassen.
    Die Männer mögen eben lieber die Geräte, aber deshalb sind es ja nicht die besseren Sportler.

    Und in den Kursen, die ich nutze sind oft genug die Spiegel komplett beschlagen, das wird wohl nicht vom Schwatzen sondern vom Schwitzen kommen.

    Die meisten Übergewichtigen träumen vermutlich von dem Wundermittel, welches Schlemmen ohne Reue erlaubt.
    Davon hat man Viele kommen und gehen sehen.
    Angefangen von den Fettbindern, die so hübsche Ölflecken in die Hose „zaubern“, über die Eiweissdrinks, die Mahlzeiten ersetzen sollen (wenn man so diszipliniert ist, dass man das lange durchhält und das Gewicht hinterher halten kann, dürfte man von vornherein nie dick geworden sein) bis hin zu den Magenoperationen, die den Stoffwechsel völlig zerstören und oft genug nur keinen langfristigen Erfolg bringen.

    Wir „Normalsterblichen“ müssen unsere Figur und unsere Fitness im Schweisse unseres Angesichtes erarbeiten.

    Das Einzigen, was man und frau niemals machen sollte ist eine Wunderdiät und /oder ein Superkinderleichtschnellschlanksportprogramm nach dem Anderen ausprobieren…Das versaut nur den Stoffwechsel und am Ende nimmt man bei 1000 Kalorien /Tag noch zu.

    Ich denke der generelle, grundlegende Unterschied zwischen Männern und Frauen ist beim Sport der gleiche, wie meist im Leben.
    Männer machen „entweder oder“…Frauen“ sowohl als auch“.

    Ich muss dir recht geben, man sieht oft Frauen Nordic-Schleiching machen oder im Schwimmbad am Beckenrand quatschen, während Männer sich auf den nächsten Traitlon vorbereiten.

    Frauen machen eben zumindest mal einen Obst Tag und gehen einmal / Woche ein bisschen Sporteln, während Männer entweder Marathon laufen oder Marathon fernsehen.
    Eisen fressen oder Pommes-Currywurst. Gewichte oder Bierchen stemmen.

    Im Schwimmbad sehen ich die Männer und Frauen, die Kacheln zählen, die Rentner, die ihre Bahnen ziehen, die Muttis mit den Kleinen und die Frauen, die mit ihren Freundinnen ein bisschen was tun.
    Über diese Frauen kann man lächeln oder sich mal fragen, wo denn das männliche Pendant dazu ist?
    Der sitzt zu Hause und frisst Chips.

    Männer kennen oft keinen Mittelweg.

    Was ist da auf Dauer gesünder? Ein bisschen Speck auf den Hüften, ein bisschen gesunde Ernährung, ein bisschen Bewegung oder ganz oder gar nicht.

    Die Medizin ist sich da einig. Das Schönheitsideal noch nicht.
    Ich denke nicht jeder ist für einen Modelkörper gemacht und nicht jeder kann und will mehrere Stunden/ Woche Sport treiben.

    LG von der, nicht nur im Januar motivierten,

    Kati

  17. Holm Hansen sagt:

    Hallo Kati,

    mal wieder ein sehr schöner Beitrag von Dir :-)
    Ich möchte an dieser Stelle gleich mal was für mich klarstellen – wenn irgendjemand die „Faulheit“ erfunden hat, dann war dies ein Mann und sicher keine Frau – zumindest ist dies meine Meinung dazu, welche ja nicht stimmen muss ;). Ja, oh ja(!), Männer und ganz speziell ich, sind oftmals faul. Und demzufolge sind auch viele Männer zu faul was für sich zu tun, aber ich schätze da nehmen sich beide Geschlechter nicht viel. Genauso wie er abends auf dem Sofa mit der Tüte Chips hockt, tut sie es auch und genau so gerne. Schlemmen und geniessen ist menschlich und bequemlichkeiten sind sicher jedem willkommen!

    Wo ich aber konsequent unterscheide, ist in der Art wie der jeweilige Mensch damit umgeht. Ausnahmslos alle gesunden aber übergewichtigen Männer, die ich im Studio oder auf dem Sportplatz kennen lernte, haben nicht über ihre Situation gejammert und auch nicht die Schuld in vielen hunderten Ausreden gesucht – wie bei den Frauen immer wieder zu beobachten – sondern klip und klar erkannt, das sie selber Schuld sind und was ihre Probleme sind: „ich fresse einfach zu gerne und zu viel und bewege mich zu wenig“. Ausreden waren da wirklich eine absolute Ausnahme (betont gesunde Männer!). Die Männer, die dann kamen um was zu tun haben das dann auch ernst gemeint und kein riesen Drama vom Zaun getreten als der erste schmerzhafte Muskelkater kam, im Gegenteil, dies was DER Ansporn weiter zu machen. Klar gabs da auch viele die aufgegeben haben. Die kamen ein paar Mal und dann nicht wieder.

    Wie du selber schon geschrieben hast, die meisten Männer kennen keinen Mittelweg – ganz oder gar nicht. „Alibi“ sporteln und stundenlanges geschnatter habe ich einfach noch nie erlebt.
    Bei Frauen – und hier wirds absurd, erlebe ich fast nie Konsequenz, sondern immer den Versuch gleichzeitig viele Wege zu gehen und dafür jedoch leider keinen einzigen richtig gegangenen Weg. Und traurigerweise auch fast nie den Willen dabei die richtigen und logischen Schlüsse zu ziehen. Wer und was nicht als Schuld an dem Dilemma ist – ALLES und jeder, aber fast nie sie selber.

    Als Beispiel das immer wieder gebetsmühlenartig beschworene Kinderkriegen, selbst von Frauen die nie welche bekommen haben. Wenn man logisch argumentiert und vorsichtig darauf hinweist, das Kinder schon IMMER geboren wurde, aber erst seit kurzem die Frauen aussehen als ob Rubensfiguren die reinsten Hungerleider sind – wird man angebrüllt und runtergemacht. Weil die Wahrheit nun mal weh tut. Natürlich werden nicht nur die Frauen immer dicker – DAS habe ich so ja nie behauptet, es trifft uns alle – jedoch gehen eben Männer anders damit um.
    Das Arsenal der Ausreden ist mitnerweile so groß, das man Bücher füllen könnte und doch heute ist das Leben so bequem wie es nie zuvor gewesen ist.

    Dieses lächerliche und aberwitzige Muskelzuwachsargument ist ebenfalls nicht mit Logik tot zu kriegen, scheinbar jedenfalls nicht mit weiblicher Logik ;). Der Bodybuilder/rin schindet/en sich jahrelang mit einer Härte und üben eisenharte Disziplin(!), die sich die wenigsten vorstellen können und schaffen im Jahr 3-4 Kilo Masse zuzulegen (je nach dem, wie die Genetik aussieht oder was gespritzt wird auch deutlich mehr) und diese „ein mal die Woche 15 minuten Sportler“ glauben, wenn sie ein wenig schwitzen (was den Appetit anregt und dann hemmungslos das fre… begint) käme der sagenhafte Muskelzuwachs. Wenn es SO einfach wäre, es gäbe keine dicken Menschen und Sportarten wie Bodybuilding würden nicht existieren. Naja, letztendlich kein Wunder, denn der Mensch hat einen Schwachpunkt bei dem man ihn immer packen kann: die Ungeduld.

    Und während im Frühjahr all die Supplementhersteller und fast alle „Frauenzeitschriften“ und Magazine wieder frech ihre verlogenen Slogen in ihre Schmierblätter drucken „Bauch, Beine, Po – so gehts in 4 Wochen“ oder „Sixpack in 6 Wochen“, „Schlank im Schlaf“ usw., sind die wenigsten Menschen in der Lage dies als Mogelpackung zu identifizieren. Wenn man dann ehrlich ist zu den Leuten und ihnen sagt, das die Traumfigur vielleicht nie zu erreichen ist, oder teilweise wenigstens einige Jahre eingeplant werden sollten – dann schütteln die den Kopf und wechseln lieber das Studio. Stand doch in der Zeitung „Sixpack in …“ – muss doch gehen!

    Tja und da sind dann eben die Männer – so faul sie auch sind oder sein mögen – die Konsequenteren. Die meisten kommen mit der Wahrheit zurecht und wenn sie denn kämpfen, dann richtig. Auch da gibts Ausnahmen auf beiden Seiten – jedoch sehe ich was ich eben sehe und das ist nicht immer nur das, was Frau eben von sich gerne hört oder liest.
    Und wenn ich dann so Kommentare – wie von der Aya lese – frage ich mich ernsthaft ob sie sich vielleicht von dem Sport, den andere Frauen machen, erholen muss.

    In diesem Sinne… ;)
    LG

  18. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    in vielen Punkten gebe ich dir recht.
    Männer sind sehr zielorientiert und Frauen agieren oft breiter gefächert…was beim Thema Sport und Diät eher Contraproduktiv ist, in vielen anderen Lebensbereichen sehr nützlich.

    Warum haben Frauen ausreden?
    Hast du mal die Kerle beobachtet, die sich auf ihre Wampe hauen und was von „teuer bezahlt“ gröhlen?

    Frauen dürfen sich einen solchen Umgang mit ihren Defiziten nicht leisten.
    Eine Frau hat immer dezent und perfekt zu sein.
    Wenn sie das nicht ist (und wer ist das schon) dann gibt sie das vielleicht vor ihrer besten Freundin (die ihr dafür gern noch in den Rücken fällt) oder zumindest vor sich selbst zu.

    Ich kenne keine übergewichtige Frau, die nicht wüsste, dass sie ein Problem hat, die nicht alle Ernährungstipps und vermutlich sogar alle Kaloriengehalte von Lebensmitteln auswendig kennt.

    Hast du mal erlebt, wie Frauen untereinander sind? Da lästert die Grösse 44 über die Grösse 48, die widerum über die Grösse 52.
    Frauen sind gnadenlos.
    Richtig fette Männer müssen sich im Bekanntenkreis mal einen dummen Scherz anhören, aber viele von ihnen halten sich trotzdem noch für gesund und unwiderstehlich.
    Bis ein Mann sich seinen Problemen stellt, vergehen oft erstmal locker 30 Kilo.

    Als Frau kommen die ersten selbstkritischen Gedanken, begleitet von den ersten Diätversuchen und „Unterstützung“ durch die lieben Freundinnen oft schon in der Pubertät. Und jede weitere Diät verschlimmert die Situation, treibt das Gewicht hoch und den Grundumsatz runter. Treibt den Selbsthass hoch und reisst das Selbstbewusstsein in den Keller. Dazu die Medien, das soziale Umfeld…wow…echt nicht schön.

    Und dann soll frau sich vor den durchtrainierten Trainer stellen und sagen, Jo, ich bin zu fett und selber Schuld… Das geht nicht.

    Männer und Übergewicht ist gesellschaftlich ein ganz anderes Thema, als Frauen und Übergewicht.

    Und wenn dann der 200000. Messias kommt und die schnelle Lösung bietet, greift Frau nach dem Strohhalm, denn dass sie auf dem herkömmlichen Weg nicht abnimmt, hat sie ja schon erfahren.

    Übrigens drängt die Schwangerschaft die Bauchmuskeln auseinander und dieser Spalt geht auch nie wieder zu. Daher die Wuppe über der Hose, die man bei frischen Müttern beobachten kann.
    Der Körper verändert sich und wenn frau vorher schon Probleme mit der Disziplin hatte, wird es dadurch nicht besser.
    Mal so am Rande bemerkt…

    Das kommt ja noch erschwerend hinzu..die Gewissheit, ich kann abnehmen, wie ich will, der Körper wird nie so sein, wie die Medien es vorgaukeln. Ausserdem muss ich mein Leben lang verzichten. Mich immer disziplinieren, darf mich nicht gehen lassen und nur in homöopathischen Dosen schlemmen.

    Dann kommt es zu so einem Rumgeeier…Ich will abnehmen, aber nicht immer von Äpfeln und Karotten leben. Viele Mensche glauben noch, sie können mal eine Zeit lang diäten und sporteln und wenn sie ihre Figur haben, dann leben sie wieder „normal“ …aber wenn der Lebensstil vorher so normal wäre, wären sie nicht dick geworden.

    Frauen haben mit dem Begriff „für immer“ ein recht grosses Problem, wenn es nicht um Eheringe geht (das Klischee musste jetzt sein)
    Da will man dann auf Essengehen oder mitessen auf Familienfeiern nicht verzichten.

    Männer sind da einfach anders gestrickt und die meisten agieren in schwarz-weiss Kategorien.
    Da gibt es eine Zeit des Fressens und dann ist gut und es kommt die andere Ernährung und der Sport.

    Frauen leben in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen …Männer bemessen ihren „Wert“ nach der beruflichen Leistung und dem fetten Auto, Frauen werden nach den Aussehen beurteilt.
    Das ist leider auch heute noch so.

    Da schnallt auch schon das ganz junge Mädchen, dass ein dicker Bauch ein NoGo ist.
    Und die verhängnisvolle Diätspirale beginnt sich zu drehen. Da leben Jungs noch in einem Paradies und machen sich über andere Dinge nen Kopp, während bei den Mädchen schon der Stoffwechsel entgleist, die Cellulite ihre Grundlagen legt und der Selbsthass beginnt.

    Würden Menschen nie Diäten machen, gäbe es kaum Adipositas.

    Übrigens dein Rubensvergleich hinkt…denn bis vor ein paar Jahren war das Schönheitsideal bei Frauen deutlich dicker , als Heute.
    Eine Monroe, würde heute als fett gelten. Seit wann gibt es denn diesen Size Zero Blödsinn?
    Dazu noch dieser Germanys next Topmodel Schwachsinn im TV und das Mädel weiss gleich, was Sache ist.
    Gibt es vergleichbaren Terror in der Männergesellschaft? Ich glaube nicht.

    Ein bisschen Sport machen und sich ein bisschen gesund ernähren, hat keine Alibi -funktion, sondern ist gesundes Mittelmaß. Tägliche Realität.
    Und inzwischen ist es sogar wissenschaftlich erwiesen, dass ein bisschen Übergewicht (besonderns wenn man älter wird) das Leben verlängert.

    Dieser ganze Fitness- und Magerirrsinn macht die Gesellschaft weder psychisch noch physisch gesünder.

    Es wäre clever, wenn man von diesem kranken Unfug abkäme und ein gesundes Mittelmass propagieren würde. Aber leider kann man diesen D-Zug wohl nicht mehr stoppen.
    Zu schön lässt sich damit Geld verdienen.

    Mal sehen, wie die Jungs sich entwickeln, wenn sie unter den gleichen Druck geraten, wie die Mädels. Die ersten magersüchtigen Männer tauchen ja schon in den Kliniken auf.

    Wenn dann Gleichstand herrscht, können wie ja mal schauen, wer langfristig die besseren Lösungsstrategien hat.
    Noch leben die Frauen deutlich länger, als die Männer :-D

    LG

    Kati

  19. Kay sagt:

    „Die ersten magersüchtigen Männer tauchen ja schon in den Kliniken auf.“ … echt? Vorstellen kann man sich das zwar. Und auch ich hatte Phasen beim Abnehmen, in denen die Euphorie den Verstand auszuschalten drohte. Aber da gibt es ja dann immer noch ein (hoffentlich intaktes) soziales Umfeld!

  20. Kati sagt:

    Ja, gibt es und passt auch wunderbar zu diesem Sportthema. Erklärt nämlich den Unterschied zwischen Männern und Frauen im Umgang mit Übergewicht :-) http://www.magersucht-online.de/index.php/informationen-zu-magersucht/26-essstoerungen-bei-maennern

  21. Mel sagt:

    Geil! Hat’s ein Mann doch mal voll auf den Punkt gebracht! Ich liebe die „tollen“ Weisheiten aus dem www und das ist mein Platz 1 fuer heute! Made my Day

  22. Klara sagt:

    Den subjektiven und haltlosen Behauptungen von Holm möchte ich gerne ein paar Daten entgegensetzen. Dann kann sich jede/r ein Bild davon machen, ob oben stehende Hypothesen viel Wahrheitsgehalt aufweisen.

    Aus diesen Daten des Statistischen Bundesamtes geht ganz deutlich hervor, dass noch im Jahre 2010 über die Hälfte der Männer, jedoch nur 43% der Frauen übergewichtig war. https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2010/06/PD10_194_239.html
    Mir ist nicht bekannt, dass sich dieser Trend in den letzten zwei Jahren ins Gegenteil verkehrt hätte.

    Und damit nicht genug. Aus diesem Artikel geht hervor, dass Männer unter ihrem Übergewicht körperlich auch noch viel mehr leiden als Frauen: http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/maenner/14_07_dickefraumann.php

    Aber nun zu Deinen „Tatsachen“. Was soll an „mehr Fettgewebe“ bei Frauen eine Ausrede sein? Der weibliche Körper hat erwiesenermaßen einen höheren Anteil an Fettgewebe: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rperfettanteil

    Hier kann man auch noch einmal nachlesen, was schon lange bekannt ist. Nämlich, dass Männer einen höheren Muskelanteil haben und Muskeln mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe: http://www.tk.de/tk/uebergewicht-und-diaet/erfolgreichen-abnehmen/diaet-maenner-erfolgreicher/340752

    Lasst uns also folgende Tatsachen berücksichtigen:
    Obwohl es Männern mit ihrem Übergewicht schlechter geht als Frauen und obwohl Männer häufiger gefährlicheres Übergewicht haben (Bauchfett belastet das Herz-Kreislaufsystem stärker als Fett an Po und Hüften), sehen anscheinend die Frauen eher eine Veranlassung schlank zu bleiben.
    Obwohl es Frauen aufgrund ihres Körperbaus schwerer fällt Kalorien zu verbrennen und obwohl Schwangerschaften das Halten des Gewichts noch zusätzlich erschweren, gelingt es mehr Frauen als Männern in Deutschland schlank zu bleiben. Interessant oder?

    Du siehst also, Holms mit Subjektivität allein kommt man hier nicht weiter. Da Du aber anscheinend so ein Fan eines subjektiven Meinungsaustausches bist, hier noch ein kleines Bonbon für Dich: Dass Menschen sich „gehen lassen“, sobald sie den Partner fürs Leben gefunden haben, ist kein alleinig weibliches Phänomen. Mir ist nicht bekannt, dass all die dickbäuchigen, biersüppelnden Typen, die samstagnachmittags in fleckigen Jogginghosen vor der Sportschau lümmeln, Singles sind. Sorry Jungs, ich weiß, Ihr seid nicht alle so, aber ich wollte mal aufzeigen, wohin es geht, wenn es frei nach dem Motto „zum Henker mit der Objektivität“ läuft.

  23. Holger sagt:

    Ich habe selten soviel haltlose Pauschalurteile gelesen wie in diesem Post – sie wurden ja schon reichlich wiederlegt.

    Nur so viel: ein Blick in die Runde zeigt, dass gerade viele Männer gerne noch mal ein Bier mehr trinken, als die Wampe unbedingt braucht, und Gesundheits- und Figurbewußtsein eher auf der weiblichen Seite vorherrscht.
    Meines Wissens nach ist der weibliche Körper eher auf das Speichern von Fettreserven angelegt – da tragen die Damen also völlig unverschuldet ein evolutionäres Päckchen mit, das den Herren erspart bleibt!

  24. Steffen sagt:

    Also ich bin „unsportlich, faul und bequem“ :) zugegeben, teilweise wegen meiner Arbeit Internet, Laptop, Couch. Nehme aber trotzdem nicht zu :)

  25. Sandra sagt:

    Ich, weibl., 47 Jahre alt, Mutter einer Tochter, verheiratet seit 23 Jahren habe vor 12 Jahren knapp 40 kg abgenommen und halte seit her das Gewicht, bin sportlich und schminke mich immer noch täglich und kleide mich schön. :)

    Ich bin Ernährungsberaterin und in meine Beratung kommen 80% Frauen – die bereit sind ihr Leben zu verändern, die Ernährung umzustellen und zu lernen…

    so viel Klischee Müll wie auf dieser Seite habe ich noch nie auf einmal gelesen.

  26. Michael sagt:

    Hi Kay,

    erstmal Hut ab vor Deiner Leistung. 50 Kilo in 9 Monaten ist absolut bemerkenswert.

    Eigentlich habe ich mich nur auf Deinem Blog umgesehen und bin dann doch bei der provokanten Überschrift hängengeblieben.

    Ich glaube allgemeine Aussagen über ein Geschlecht sind immer schwierig. Irgendwie hört man auch sehr viel Verbitterung aus den Statements im Beitrag heraus. Es mag sein, dass die ein oder andere Frau sich selbst und ihr Äußeres ein wenig aufgibt, sobald die familiäre Situation geklärt ist, aber deshalb ein generelles Urteil zu fällen halt ich für zu eindimensional.

    Wenn es etwas gibt, das mir bei vielen Menschen auffällt ist es, dass sie einen Zustand irgendwann akzeptieren, statt nach der Möglichkeit einer Veränderung zu suchen, auch wenn diese Veränderung ihnen langfristig gut tun würde.

    Du Kay hast Deine Situation nicht akzeptiert und Dich verändert. Aber ist das jetzt ein Sieg für die Männlichkeit? – Nein! Es ist Dein persönlicher Sieg, unabhängig vom Geschlecht.

    Gruß Micha

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