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Schnell abnehmen, Sport & Frauen

Frauen sind unsportlich, faul und bequem“ – diese These stellte Leser Holm zum Thema ‚Abnehmen, Diäten und Frauen‚ auf und es entwickelte sich hier und auf Facebook eine spannende Diskussion. Die jetzt in einem sehr interessanten und vor allem ausführlichen Kommentar von Holm ihren bisherigen Höhepunkt findet. Und zwar in einer Antwort auf Stammleserin Sandra, die ihren Kommentar mit den Worten „Sicher, man wird “ruhiger”, wenn man einen Mann als DEN Mann erklärt hat“ begann…

Hier nun die Reaktion von Holm (Lesermeinung) darauf…

Hallo Sandra,

in meinem Text behauptete ich nicht, dass Frau „unsportlich und faul wird“ wenn sie DEN passenden Partner hat – vielmehr stellte ich fest, dass es prinzipiell so ist und dann letztendlich nur der – ja jetzt unnötige Aufwand – eingestellt wird. Das betrifft ganz sicher nicht nur jede fünfte Frau…

Sicherlich gibt es Ausnahmen von dieser Regel, ja man könnte sogar behaupten – jede Frau könnte eine Ausnahme sein, wenn – ja wenn … sie die nötige Disziplin aufbringen könnte. Wenn Frau verstehen könnte, das auch der Partner Wünsche hat und (noch wichtiger) auch haben darf, das auch der Partner verdient hat, das Frau sich nicht gehen lässt – den Lieben heißt geben UND nehmen.

Faul und bequem sind auch Männer, das ist ja kein Geheimnis. Mit dem großen Unterschied, dass Männer traditionell in der Rolle der „Aktiven“ sind, wenn sie einen Partner suchen, während Frauen sprichwörtlich faul da sitzen können, wählen und sondieren können, ohne einen Finger krumm machen zu müssen. Sie sind sogar noch in der wundervollen Lage, sich die vermeintlichen Rosinen aus dem „Angebot“ picken zu können und damit meine ich nicht die Typen mit dem „besten Charakter“.

Also wozu dann Disziplin?

Männer haben es dahingehend ungleich schwerer, wenn sie für eine potenzielle Partnerin attraktiv sein wollen. Wer als Mann nicht der geborene Adonis ist, muss sich halt was einfallen lassen! Auch lernen Jungen schon eher in der Kindheit, dass man oftmals Konsequent sein muss, wenn man was erreichen will – während Frauen oft nur lernen (wollen), wie man die Männer geschickt dafür benutzt, ihnen schweres abzunehmen. Was ja durchaus in oftmals Ordnung geht. Komischerweise lernt so manche Frau nichts anderes, als derart mit Männern umzugehen und wundert sich ab +30 wenn dies plötzlich nicht mehr so gut funktioniert und nun immer schwieriger wird.

Die Jugend ist dahin, Sport wurde nie gemacht (wozu auch, das große Angebot suggerierte ja, das sie perfekt sei und „jeder“ sie haben will) und plötzlich ist das vorbei und manchmal kommt sogar ein Hauch von Selbstkritik ans Tageslicht. Da werden Fragen gestellt wie: Bin ich nicht mehr attraktiv? Sind die Männer alle oberflächlich?

Vor allem letzteres hört Man(n) dann immer wieder von gerade den Frauen, die in ihrem Leben nie etwas anderes als Oberflächlichkeit  zelebriert haben, die nur gelernt haben zu nehmen und das sich Mann ihren Wünschen und ihrer „freien Entfaltung“ unterzuordnen haben. Das nennen sie dann „Emanzipation“ und artikulieren Phrasen wie „Frauen dürfen kein Sexobjekt der Männer sein!“

Haben sie das dann erreicht, beschweren sie sich darüber, dass es genau dazu gekommen ist. Kein Sexobjekt mehr zu sein, heißt auch, nicht mehr (so) begehrt zu werden. Was ist denn falsch daran ein Sexobjekt zu sein? Ich bin sehr(!) gerne eins. Ich finde es toll, wenn andere Menschen mich attraktiv finden.

Ich betreibe seit 17 Jahren ein Sport- und Fitnessstudio und sehe viele Frauen und Männer kommen und gehen. Während viele Männer schon recht jung zu mir kommen um etwas zu tun, sind die Frauen meist über 30 und sie kommen auch „recht spät“ – was ihre Figur an geht. In den Gesprächen bekomme ich immer wieder das gleiche mit:
Sie fühlt sich auf einmal unwohl. Sie möchte nun etwas tun (soll aber am liebsten nicht anstrengen und maximal ein Mal die Woche gehen)

Während die Männer im Allgemeinen regelmäßig kommen, sich genauer an den Trainingsplan halten, die Ernährungsratschläge beachten und dann auch noch (wie kann das sein!) Erfolge hervorbringen, habe ich einige Frauen dabei, die seit drei Jahren auf dem Crosstrainer im schwächsten Modus buchlesend „trainieren“ (oder sich unterhalten) und sich bei ihnen im besten Fall nichts tut oder sie sogar zunehmen (was dann wieder auf das Muskelwachstum geschoben wird).

Ich habe schon von mancher Frau einen Zettel mit einer Telefonnummer zugesteckt bekommen. Wenn ich aber nicht anrufe, bin ICH der Oberflächliche? Wenn das mal nicht weibliche Logik ist…

Vielen Dank Holm!


Abnehmen und andere Themen

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22 Kommentare zu "Schnell abnehmen, Sport & Frauen"

  1. Moni sagt:

    Ich glaube, der Gute kennt uns Powerfrauen aus den Blogs noch nicht :-)

    lg Moni

  2. Moni sagt:

    zumindest sehr provokativ und das kann so manche Frau natürlich auf den Plan rufen, dann hätte er vielleicht genau das erreicht, was er wollte :-)

  3. Kati sagt:

    mmhhh Mist, warum hat mir Keiner gesagt, dass ich in meiner Jugend nur fett und faul auf dem Sofa hätte sitzen müssen und die Karavanen von attraktiven Adonissen an mir vorbeiziehen lassen.
    Im richtigen Moment abgenickt und ich habe den Mann fürs Leben…och Mönsch!..hätte ich das gewusst …:-)

    Da wird wohl eher umgekehrt ein Schuh draus. Ein Mann kann schwindende Attraktivität (Plauze, Platte, Runzeln) immernoch mit einem gutdotierten Job wettmachen und sich auch mit seinen selbstwahrnehmungsgestörten mittleren Jahren eine junge Frau anlachen und mit ihr die Drittfamilie gründen.
    Frau ist mit vierzig alt. Egal wie sportlich, schlank oder aktiv. Mit vierzig wird die Luft auf dem Singlemarkt verdammt dünn.
    Auch wenn ein gutbezahlter Job und ein erfülltes Privatleben vorhanden ist.
    Liegt bestimmt daran, dass Männer bei der Partnerwahl hauptsächlich auf den Charakter der Frau schauen.
    Ist ja bekannt :-)

    LG

    Kati

    • Kay sagt:

      Na, so schlimm ist es nun auch wieder nicht… ;)

    • Holm Hansen sagt:

      Zitat:
      „Liegt bestimmt daran, dass Männer bei der Partnerwahl hauptsächlich auf den Charakter der Frau schauen.“

      Liebe Kati, wenn Du ernsthaft glaubst, Frauen suchen sich die Kandidaten nur nach dem Charakter aus – bist du entweder hoffnungslos naiv, oder – was noch schlimmer wäre – derart realitätsfremd, dass du der Wahrheit gar nicht ins Gesicht zu blicken vermagst.

      Frauen rufen erst nach dem Charakter – wenn sie selber einen gewissen Grad an Reife erlangt haben und wissen bzw. gemerkt haben, dass es nicht nur auf äußeres ankommt. Was aber nicht zwangsweise impliziert, dass jede Frau dies lernt (Männer übrigens ebenso).

      Dennoch hat jeder Mensch eine Grenze, was sein ästhetisches Empfinden betrifft – an dieser Grenze ist jeglicher noch so (romantisch verfärbte) tolle Charakter schlicht egal.

      Die Realität ist und bleibt, von Ausnahmen abgesehen, reproduzierbar und nachvollziehbar immer die Gleiche:
      Frauen sind mindestens (oder fast) genau so oberflächlich wie Männer.
      Sicher, man kann die Wahrheit wegdiskutieren und so generell so tun als ob Frau immer Gut wäre und Mann immer schlecht. Nur wissen eben immer alle anderen, dass dies ein Selbstbetrug ist.

      Was die Frau in ihrer Jugend an Auswahl hatte – und zu behaupten die gab es nicht, kann sich eigentlich (nicht wirklich) nur >>Cindy aus Marzahn<< leisten – dessen Verlust ist beim Verlust der Jugend und der ausbleibenden Auswahlmöglichkeiten eben doppelt schwer. Hat Frau sich doch daran gewöhnt und dieses Geschenk als "Normalität" abgetan.
      Konkret: Ich behaupte du hattest GANZ SICHER deine Auswahlmöglichkeiten, egal in welchen schwachen Sarkasmus du "die Karawanen von Adonissen" zu verpacken versuchst. Mag sein das nie der Passende dabei war, das muss aber nicht unbedingt an den verpassten Chancen gelegen haben…

      Frauen mit +40, die sich nicht haben gehen lassen, haben sehr wohl noch eine große Nachfrage(!) – sicher nicht so als ob sie 20 waren, aber dies zu erwarten wäre schlicht dämlich und nicht mal mehr naiv.

      Es schon einer gewissen Portion Ehrlichkeit mit sich selbst und seiner Umwelt, um diese Tatsachen zu reflektieren. Wir sind was wir sind.

  4. Kati sagt:

    ich wollte mit meinem ironischen Beitrag lediglich darauf hinweisen, dass deine Sicht der Dinge etwas einseitig ist.

    Ich habe nie behauptet, dass Männer schlecht wären und Frauen grundgut. Woraus liest du das?
    Jeder Mensch hat einen gewissen Anspruch an das optische Erscheinungsbild seines Partners. Jeder hat seine Schmerzgrenze.

    Ehrlich gesagt habe ich attraktive, aber geistig oder charakterlich fragwürdige Menschen nie als Lebenspartner in Erwägung gezogen. Du etwa?

    Egal ob Mann oder Frau, wer sich gehen lässt, hat es schwerer bei der Partnerwahl.

    Doch meiner Erfahrung nach, ist ein attraktives Äusseres für Männer wichtiger, wenn sie sich eine Frau aussuchen.
    Und ja, es gibt durchaus auch Männer, die die Wahl haben und nicht jede Frau nehmen müssen, die sich ihnen bietet.

    • Holm Hansen sagt:

      ich gebe zu, meine Sicht der Dinge ist tatsächlich einseitig – aber nicht ohne Grund.
      Warum? Weil allgemein die Sicht der Frauen ebenso einseitig und teilweise sehr ungerecht ist. Wir Männer müssen uns nur allzu oft (zu Recht) den Spiegel vorhalten lassen, jedoch sollte dies eine Frau auch verkraften können.

      Die etwas verbitterte Ironie in deiner Antwort lies mich vermuten, dass du die Männer grundsätzlich schlecht siehst, dabei von dir selbst auf alle anderen Frauen schließt und dich und somit alle anderen Frauen für grundgütig hältst. Mag sein das ich irre! Ich hatte ja nur den Schnipsel Text von dir.

      Und selbiger war alles andere als aussagekräftig und – für mich – nichts weiter als ein (erbärmlicher) Versuch meine Aussagen zu relativieren. Nicht etwa – wie in deiner jetzigen Antwort (die mich schon etwas verblüfft hat) argumentativ und intelligent – sondern, auf meine Weise, nämlich per Schubladendenken und pauschalisiert, dabei aber leider ohne Inhalt und ohne echte Aussage.

      Wie ich schon andeutete, deine jetzige Antwort verblüfft mich – insofern, dass sie einen Inhalt hat – und man selbigen auch noch unterschreiben kann, zumindest teilweise.

      Zitat:
      „Ehrlich gesagt habe ich attraktive, aber geistig oder charakterlich fragwürdige Menschen nie als Lebenspartner in Erwägung gezogen. Du etwa?“

      Doch ich schon. Als ich noch sehr jung war und es nicht besser wusste. Dazu stehe ich auch, niemand ist perfekt. Wenn Mann oder Frau in jungen Jahren meint, sich verliebt zu haben – was ist das denn groß anderes als Oberflächlichkeit?
      Für echte Liebe bedarf es mehr als das. Man muss sich kennenlernen. Viel Zeit miteinander verbringen. Zusammen passen. und noch so unglaublich vieles mehr.
      In dem kurzen Augenblick, in dem man sich frisch „kennenlernt“ – hat man alles andere als das getan, man hat nur die Oberfläche angekratzt, im besten Falle festgestellt ob man sich gegenseitig attraktiv findet.

      Du sagst „optische Schmerzgrenze“ und hast auch damit natürlich Recht! Aber was bedeutet das eigentlich?
      1. Jemanden, der nicht in dieses Schema passt, wimmelt man ab und gibt ohne groß nachzudenken einen Korb – auch hier unterstelle ich wieder, dass dies Frauen ungleich häufiger als Männer tun!
      2. passt man selber mal nicht in das Schema des anderen tut es dann plötzlich weh und man merkt das es sich gar nicht gut anfühlt

      Punkt zwei lernen Männer schon in der Jugend wegzustecken, da unsere gesellschaftlichen Normen nun mal vorsehen (im allgemeinen), dass Männer sich um die Frauen bemühen und nicht andersrum (wobei ich hier keine Ausnahmen ausschließe, aber eindeutig auf die Regel hinweisen will).
      Was macht nun Frau, die gewohnt ist selbst (ab)zu wählen? Manche steckt es weg, weiß sie doch, dass sie es selbst ja nicht anders macht – andere ertragen es nicht und fangen an über die bösen – dann passenderweise „oberflächlichen“ – Männer zu schimpfen. Das ist pure Heuchelei.
      Allzu oft wird dieses fadenscheinige Argument von Frauen strapaziert, um die eigene Niederlage zu verdauen – als Mittel zum Zweck.

      Auch stimme ich dir zu in der Aussage, dass Männer teilweise ein attraktives Äußeres wichtiger finden als Frauen. Jedoch, warum geht der Kelch der Erkenntnis so konsequent an so vielen Frauen vorbei? Tatsächlich wäre es doch ein leichtes, den Mann bei diesem Schwachpunkt zu packen! Nein, nichts dergleichen – es wird sich lieber beschwert – als was getan. Attraktivität bedeutet für die große Mehrheit doch in etwa das gleiche, warum lassen sich dann trotzdem so viele derart erbarmungslos gehen? Weils unbequem ist! Weils anstrengend ist! Weil es Disziplin bedarf! Dies alles für den Partner auf sich nehmen? Wo doch der Partner sich gefälligst um „ihre“ Wünsche zu kümmern hat!

      Welche Frau merkt denn noch, wie unverschämt fordernd sie sich in einer Beziehung auf sich selbst konzentriert und dennoch immer unzufrieden ist? Zum Glück – es sind nicht alle so, aber sehr viele.
      Natürlich hat es Frau nicht leicht! Aber Mann auch nicht immer…

  5. Sandra sagt:

    Lieber Holm,

    du vermischst aus meiner Sicht 2 grundlegende Fakten: 1. Oberflächlichkeit bei Menschen und 2. Disziplin von Frauen.

    Ich möchte 1. gern aussparen, es hat nichts mit Geschlechtern zu tun und rein gar nichts mit abnehmen. Es wäre ungerecht, auf dieser Plattform eine derartige Diskussion zu beginnen.

    Meine These zielte tatsächlich auf Disziplin ab. Und die trenne ich von Flirts, Liebschaften und Lebensumständen. Ohne diesen ganzen Firlefanz drumherum gebe ich Dir völlig RECHT: Frauen sind weniger diszipliniert. Frauen sind die einstigen Sammler, alle Sinne auf alles scharf gestellt, Männer konzentrieren sich voll und ganz auf ihre Beute „das Abnehmen“ konzentrieren. Ich glaube, ich muss nicht weiter in evolutionäre Tiefen schreiten. So, und damit sind alle Frauen weniger konzentriert als Männer. Alle unter 30-Jährigen haben das Glück, dass es der Zerfall und die Schwerkraft noch nicht so böse mit Ihnen meint. Aber meine These hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern lediglich mit dem Sammelsurium in den Köpfen der Frauen.

    Und anstatt nun gerade beim abnehmwilligen Frauenvolk noch mehr Unsicherheit zu schüren, biete einen Sportkurs Ü30 an und mach sie sportlich fertig. Bring sie an Ihre Grenzen und wenn sie nicht wiederkommen, dann waren es nicht die richtigen Damen.

    Liebe Grüße, Sandra

    • Holm Hansen sagt:

      Liebe Sandra,

      obwohl ich dir teilweise Recht gebe, muss ich dir doch auch widersprechen. Die Natur kennt keine „ab 30“ Grenze – sondern nur den uns alle treffenden schleichenden Verfall. Blöderweise fällt dieser dann aber dem Zeitraum +30 am heftigsten auf. Wer behauptet, er hätte NICHTS davon vorher mitbekommen, der lügt einfach (und recht primitiv). Und tatsächlich wird man mir zunehmenden Alter auch ruhiger, besucht bei weitem nicht mehr so viele Partys, rennt nicht mehr jedes Wochenende in eine Disco (oder sonst was) – stellt also den Lebenswandel und auch sein Bewegungsverhalten nachhaltig um – und natürlich stellt sich dabei auch der Stoffwechsel um.

      Worauf will ich hinaus?
      Darauf, dass es wohl kaum alleine an der +30 liegt wenn sich die Cellu bereits bis zu den Kniekehlen runter zieht. Aber: ALLE merken schon vorher was! Viele Frauen kommen dabei aber erstaunlicherweise nicht weiter, als sich vor den Spiegel zu stellen und sich über die Tatsachen und den immer breiter werdenden Hintern (usw.) zu echauffieren.
      Warum es denn so weit kam, da hat fast jede Frau ein schier unendliches Arsenal an Ausreden und nur ganz wenige akzeptieren und realisieren die Wahrheit. Sie sind selbst das Problem. Nicht der böse MC D. Nicht die bösen Östrogene. Nicht der böse Sack Reis, der in China umgefallen ist.

      In den 17 Jahren in meinem Studio habe ich ernsthaft versucht, vielen Frauen zu helfen und es waren auch einige wirklich erfolgreich ohne Jojo dabei. Jedoch die Mehrheit fand in diversen Zeitschriften Schlagworte wie „Training am Ruhepuls“ und so weiter und war nicht mehr als das eine Mal bereit an die Grenzen zu gehen. Die kamen nie wieder. Weil der Muskelkater so brutal war… Lieber haben sie dann Kurse anderswo besucht, wo es um „Problemzonentraining“ ging, wie BBP (Bauch, Beine, Po) und man sich nicht schinden muss um dann (keinen) Erfolg zu haben. Ohne Fleiß keinen Preis…

      Ich weis, dass auch Frauen – mit Disziplin – SEHR erfolgreich sein können. Können. Könnten. Diese Frauen sind dann komischerweise nie diejenigen, die sich lautstark beschweren und absurde Gründe für ihr Versagen suchen. Die packen es an, ziehen es durch und schaffen es.

  6. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    jetzt weiss ich, wo unser Missverständnis liegt. Ich bin in meinen Handlungen eher männlich strukturiert. Ich entscheide mich (was manchmal dauern kann ) und ziehe dann durch.
    Auch Ausreden, lasse ich, vor mir selbst, nicht gelten.
    Ich liebe Sport, der mich ins Schwitzen bringt. Ändere meine Gewohnheiten auch für einen Partner, weil mir meine Partnerschaft wichtiger ist, als Schoki (auch wenns schwerfällt*seufz*)

    Bin aber auch das Kind meiner Eltern, bei denen genau das nicht geklappt hat.
    Mein Vater hat gemeckert, meine Mutter hat sich gehen lassen, mein Vater ist fremdgegangen. Komischerweise ist er das auch in weiteren Beziehungen, mit sehr attaktiven, sportlichen Frauen. Weil er eben immer fremdgegangen ist.
    Leider ist alles nicht so einfach.
    Männer sind anders strukturiert und haben es im Bereich der Fitness und Ernährung sicher einfacher. ABER sie haben es in andern Bereichen auch deutlich schwerer.
    Sie sind eben recht linear strukturiert und haben Probleme, Seitenwge zu finden, die auch wichtig sind.
    Deshalb ergänzen Männer und Frauen sich so gut und könnten, wenn sie wollten viel voneinander lernen. Anstatt sich die Unterschiede vorzuwerfen.

    Nur weil eine Frau nicht hingehen muss und Ansprechen, muss sie in der Partnerwahl viele Niederlagen einstecken.
    Nur eben nicht soooo offensichtlich, schmerzhaft ist es trotzden, wenn man nicht mal angesehen wird. Die eine findet „Ausreden“, um ihr Selbstbewusstsein zu erhalten, die andere handelt.
    Doch wie gehen Männer damit um? Meiner Erfahrung nach gar nicht. Sie ignorieren und machen weiter. Es liegt nicht an ihnen, sondern an den doofen, oberflächlichen Zicken :-)

    Männer UND Frauen haben es schwer, gehen unterschiedlich mit der Situation um und kommen mehr oder weniger erfolgreich ans Ziel.
    Auch Männer lassen sich in einer Beziehung gehen, nur eben anders.
    Vielleicht sollte man für die „Durchschnittsfrau“ einen anderen Ansatz finden? Frag mich bitte nicht wie, ich bin anscheinend keine :-)
    Ich kann höchstens vermuten, dass die Methode- da ist das Ziel, nun lauf! -nicht funktioniert, sondern eher ein ganzheitlicher Ansatz.
    Vielleicht findet ja jemand mal was. Ich würds mir wünschen.

    LG

    Kati

  7. Holm Hansen sagt:

    Hallo Kati,

    viel gibt es zu deinen Anmerkungen nicht mehr zu sagen, ich bedanke mich! :-)

    Nur um letzten Teil:
    „Vielleicht findet ja jemand mal was. Ich würds mir wünschen.“

    Es wurde bereits alles erfunden, dokumentiert, getestet und dessen Funktion immer wieder aufs Neue bestätigt. Die Essenz?
    – Sport oder/und ausreichende Bewegung
    – maßvolle gesunde Ernährung

    Jedes Jahr wird dies mit neuen Worten als „neue Entdeckung“ von findigen Marketingleuten verkauft und genau genommen wissen wir alle, das es funktioniert. Leider stehen diese Tatsachen unserem Empfinden für Bequemlichkeit und Genuss krass im Gegensatz. Kostet Sport doch viel zeitlichen Aufwand, Überwindung und dann diese Schinderei. Es ist verständlich, dass man es nicht unbedingt mag.

    Gründe hierfür liegen zum Teil auch auf der Hand. Solange Menschen Sport machen, weil sie meinen sie „müssen“ – werden sie sich immer geschunden fühlen und keinen Spaß daran haben. Dass sie es für sich selber tun, für ihre Gesundheit, ihre Agilität, ihre Lebensqualität – diesen Sachverhalt muss Mann/Frau sich schon konsequent klar machen können.

    Die wenigsten glauben einem, wenn man ihnen erklärt das Sport nur am Anfang eine Belastung ist und später richtig Spaß machen kann (vor allem wenn die Kondition stetig besser wird).

    Der Zeitaufwand um sich eine 300 Euro Frisur machen zu lassen, ins Nagelstudio zu gehen und zur Kosmetikerin – steht dabei in keinem Verhältnis. Auch dessen Kosten halten keinem Vergleich stand. Und doch ist Sport schlicht KEINE Alternative. Das ist eine Tatsache.
    Lieber wird nach Kleidung geschaut, die kaschiert (wer wo kaschieren muss, weiß das er was Zuviel hat oder hat was zu verbergen), werden im Sommer lieber Strickjacken um die Hüfte gebunden, in der (wenig geistreichen) Hoffnung, dies würde den Hintern kaschieren.

    Tatsächlich ist genau DAS ein Signal, um bereits auf 100 Meter Abstand schon zu wissen „Achtung! Hintern rollt an – mit eigenem Postleitzahlgebiet“. Was sieht der Mann auf dem ersten Blick? Nicht die 300 Euro Frisur. Nicht die vielen Kosmetikerinnenbesuche. Und ganz sicher auch nicht die tollen Fingernägel. Nein der sieht – und das in weniger als der ersten Sekunde – das er eine Frau vor sich hat, die zwar Wert auf ihr Äußeres legt, aber völlig falsche Maßstäbe ansetzt und sich eigentlich gehen lässt. Die Dinge, die „das Tüpfelchen“ auf dem „i“ sein soll(t)en, werden als das wichtigste Behandelt … und bleiben letztendlich unbemerkt.

    Man könnte meinen die Frauen sind dumm, weil sie sich immer wieder durch neue immer unseriöseren Webeversprechen locken lassen. Z.B. Anti Cellu Cremes, diverse laut beschriene Diäten usw.)
    Aber die Frauen sind alles andere als dumm! Ganz im Gegenteil. Das sie es nicht sind, beweisen sie in tausenden Dingen täglich aufs neue und tatsächlich könnten sich Männer so manche Scheibe abschneiden. Aber eben auch so manche Scheibe besser nicht…

    Leider kann man dieses Verhalten nicht rational erklären, jedenfalls nicht – wenn man wie ich – in der Haut eines Mannes steckt.

    Ich könnte ohne Sport nicht mehr leben, dies meine ich vollkommen ernst. Das mich erst jemand zwingen müsste aufs Rad zu springen, zu laufen oder was anderes zu tun, ist für mich regelrecht absurd. Aber ich zeige jedem Menschen einen Vogel, der behauptet dies wäre so, weil ich ein Mann bin. Das ist falsch! Auch ich musste mich mit dem Sport auseinander setzen und habe erst später damit angefangen. Das war schwer, ich brauchte ein paar Anläufe und ganz kurz am Anfang war es mal eine pure Schinderei. Aber dann. Es änderte sich in ganz kurzer Zeit, fing an Spaß zu machen und ich habe gar nicht so recht gemerkt, dass ich genau das brauche.

    Heute kann ich sagen, ich habe mir damals das beste Geschenk gemacht, was sich ein Mensch überhaupt machen kann. Ich habe gelernt meinen inneren Schweinehund zu besiegen und meinen faulen Arsch zu bewegen. Heute höre ich immer wieder bewundernde Stimmen von Männern und Frauen die mich Fragen, wie man zu so einem Körper kommt. Als ob die sich das nicht selber beantworten können. Mir geht es gar nicht darum, es ist einfach nur ein netter Nebeneffekt, nicht mehr und nicht weniger. Wer sagt ich mache meinen Sport nur deswegen, der kennt mich halt nicht…

  8. Kati sagt:

    Hallo Holm,

    ich stimme dir zu, man muss „seinen“ Sport finden, dann macht es Spass und der Schönheitsaspekt rückt in den Hintergrund.
    Nur, wasw machen die Menschen, die ihren Sport, ihre Ernährung, ihren psychischen Kick noch nicht gefunden haben?
    Ich wurde heute gerade von einer älteren Dame nach Tipps führ ihre ünbergewichtige Tochter gefragt.
    Was soll ich ihr raten? Wenn die Tochter keine Disziplin und kein Durchhaltevermögen hat, dann wirds nichts.
    Ihre Tochter wird alle Diäten und alle Sportprogramme kennen.
    Ohne Kick im Kopf, ist alles für die Katz.
    Daher wäre es toll, wenn es einen ganzheitlichen Ansatz gäbe, der für jeden Abnehmwilligen die geeignete Ernährung und den geeigneten Sport herausfindet.
    Die meisten Kurse propagieren eine Art der Ernährung und eine Art der Bewegung. Wenns nicht klappt, ist es wieder ein Beweis, dass das Alles ja nichts bringt.
    Ich habe auch mehrere Anläufe gebraucht , um mich davon zu überzeugen, dass Sport toll ist, glücklich macht und ich es kaum erwarten kann, bis die nächste Stunde statfindet.

    Aber kann es wirklich so simpel sein? Entweder der Kick kommt oder du bleibst fett?
    Und woher kommt der Kick? Warum bei Männern einfacher als bei Frauen?
    Und warum gibt es dann noch dicke Männer?

    Übrigens wickle ich mir ab und zu meinen Hoodie, um die Hüften, wenns unterwegs zu warm wird (wohin auch sonst damit?), trotzdem finde ich meinen Hintern nicht zu dick. Wenn ich mir vorstelle, welche Signale ich damit sende *lol*

    LG

    Kati

  9. Holm Hansen sagt:

    Hallo Kati,

    leider kann man niemandem beibringen, seine eigenen Schranken nieder zu reißen. Entweder man versucht es wenigstens mal mit dem Sport, oder man bleibt halt wie man ist und arrangiert sich. Dann aber ohne Neid, Gejammer und Gemecker. Leider klappt das dann aber auch nicht. Wir haben ja schon beide unsere Gedanken dazu offen gelegt.

    Der Kick kommt, wie manchmal der Appetit auch, erst beim „essen“ (im übertragenen Sinne). Beim probieren. Wer es nie ernsthaft versucht – wird es nie erfahren.

    Übrigens, dein Hoodie um die Hüften gewickelt – kann ja auch mal „das falsch verstandene Signal“ sein (so beim ersten Blick), bei der Mehrheit der Frauen stimmt jedoch dieser Erfahrungswert. Und spätestens beim näher kommen, bemerkt Mann seinen Irrtum sehr(!) schnell. Also keine Gefahr. ;-)
    Ich wollte damit eh nur provokant sagen, dass Männer nicht blind sind und erst recht hinschauen, wenn so offensichtlich was verdeckt wurde.

    Naja, endlich mal ne Frau, die ihren Hintern nicht zu dick findet… dass ich das mal erlebe. In diesem Sinne gratuliere ich dir und deiner tollen Einstellung! Nur weiter so.

    LG
    Holm

  10. Kati sagt:

    Vielen Dank für deine nette Antwort.
    Dann bleibt nur vielen Menschen den Kick zu wünschen.

    LG

    Kati

  11. Sandra sagt:

    Ein gelungenes Ende. Nun sollten wir gemeinsam ein Buch schreiben. ;o)

  12. Nina sagt:

    …mich nicht an sehen zu müssen warum? Damit war eigentlich gemeint, dass es normal ist, dass einen kein Sportler zurückruft wenn er eine Telefonnummer zugesteckt bekommt – von jemanden der fett ist. Ich würde es auch nicht tun!

    • Holm Hansen sagt:

      Nina,

      hab Dank für deinen Kommentar.
      Übrigens:
      Wenn eine sportliche Frau einen dicken Kerl nicht anrufen mag – dann weis sie was sie will. Tut dies ein Mann – ist er oberflächlich…
      Ist denn das nicht eine merkwürdige Art, sich sebst zu belügen oder? ;-)

  13. Kay sagt:

    // Der Kommentar, der hier stand – und wie auch immer durch meine Filter gekommen ist – wurde ohne viele Worte gelöscht. Wer anonym mit falscher Mail Leser beleidigt, hat hier kein Forum. Konstruktive Kritik immer gern. Auch harter Austausch. Mehr aber nicht – Mein Wohnzimmer! Meine Regeln!

  14. Sandra sagt:

    Ich will für niemand Partei ergreifen, aber ich vermute mal, wenn man wie Holm seinen Job gerne und mit Herzblut macht, dann könnte man sich auch mal die Haare raufen und kommt zu sehr eigenen Interpretationen über die Damenwelt. ;o)

    • Holm Hansen sagt:

      Ja Sandra,

      da kannst du Recht haben. Leute, die wie ich direkt an der „Quelle“ sitzen, sehen einfach jeden Tag die Realität und das, was als Realität wahrgenommen wird. Man spricht mit den Menschen. Man hört was sie sagen und sieht was sie tun – das sind immer zwei paar Schuhe. Man hat jede Ausrede tausendfach gehört.

      Ich kann ja nicht! Weil… *gääähn*

      Und man sieht jeden Tag aufs neue, die Wahrheit tut weh. Erst recht wenn man den Spiegel von anderen vorgehalten bekommt.

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